Nutzungssicherheit

einwandfreie, zuverlässige und funktionale Sicherheit

Die Nutzungssicherheit, ursprünglich ein Teil der Barrierefreiheit, bietet allen Menschen mehr Komfort und Bequemlichkeit: Automatikantriebe öffnen Schiebe- oder Drehtüren wie von Zauberhand, sobald man sich ihnen nähert. Raffinierte Dichtungen gestatten den Verzicht auf störende Schwellen. Das wissen nicht nur in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen zu schätzen, auch Eltern mit Kinderwagen oder Kleinkindern, Menschen beim Transport von sperrigen Einkäufen oder Reisegepäck kommen «automatisch» besser voran. So hat, was ursprünglich als freiwillige Selbstverpflichtung vorausschauender Investoren und Planer verstanden wurde, seinen festen Platz im Baugeschehen gefunden.

Robuste Automatiktüren aus Stahlprofilsystemen

Der berührungslose Durchgang ist nicht nur bequem, er reduziert auch die Gefahr von Stolperschwellen und der Übertragung von gesundheitsschädlichen Keimen – nicht zuletzt deshalb zählen Automatiktüren zur Grundausstattung im medizinischen Bereich. Aber auch in anderen, hoch frequentierten Bereichen wie Einkaufszentren, Bahnhöfen oder Flughäfen bis hin zum gehobenen Wohnungsbau erhöhen einladend gestaltete Automatiktüren die Nutzerfreundlichkeit. Robuste Automatiktüren aus Stahlprofilen mit innenliegenden Türantrieben gewährleisten wartungsarmen Betrieb und auf lange Sicht einwandfreie Funktion.

Fingerschutztüren aus Stahlprofilsystemen

Fingerschutztüren schützen empfindliche Gliedmassen vor versehentlicher Verletzung. Das ist nicht nur in Kindergärten und Schulen sicherheitsrelevant, sondern auch in hoch frequentierten, öffentlich zugänglichen Gebäuden. Die Nutzungssicherheit an Türen regeln die DIN 18650-1 und -2 sowie die EN 16005. In der EN 16005 heisst es explizit, dass «kraftbetätigte Türen – gegen eine Gefährdung durch Einklemmen der Finger – geschützt werden müssen». Fingerschutztüren von Jansen erfüllen diese Forderung mit zusätzlichen Zubehörteilen, die den Spalt an der Nebenschliesskante auf die in der Norm geforderten maximal acht Millimeter verringern. Weitere Anforderungen, wie Feuer- und Rauchschutz, können integriert werden.

Absturzsichernde Verglasungen mit Stahlprofilsystemen

Bodentiefe Fenster in Wohnhäusern oder Ganzglasfassaden im Objektbau schaffen einladend helle, lichte Räume. Die transparenten Konstruktionen müssen jedoch mit einer Absturzsicherung versehen sein, so fordern es die Bauordnungen. Wenn auch die Höhe, ab der eine Absturzsicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, in den einzelnen Ländern unterschiedlich ist, so ist das Ziel von Absturzsicherungen immer gleich: Sie sollen Personen beim versehentlichen Aufprall gegen Schnittverletzung und Absturz sichern und Personen auf tiefer liegenden Ebenen vor herabfallenden Bruchstücken schützen.

Formschöne Lösungen mit Stahlprofilsystemen

Hochbelastbare Stahlprofilsysteme von Jansen in Kombination mit geeigneten Verbundsicherheitsgläsern (VSG) ermöglichen maximal grosse, absturzsichere Fassaden und Festverglasungen. Bodengebundene Verglasungen mit Öffnungsflügeln erfordern eine aussen liegende Absturzsicherung – in Form eines Geländers oder einer gläsernen Flachbrüstung. Vorrichtungen zum Anbringen dieser Absturzsicherungen lassen sich in Stahlprofilsysteme von Jansen unauffällig integrieren. Anders als Geländer beeinträchtigen gläserne Absturzsicherungen weder die Transparenz der Fassade noch den Lichteinfall. In ihrer schlichten Zurückhaltung bieten sie eine gestalterisch ebenso ansprechende wie dezente Lösung.

Grösstmöglicher Schutz für alle Lastfälle

Die Bemessung von Glasbauteilen mit absturzsichernder Wirkung regelt die DIN 18008 Teil 4; sie betrachtet die Stosssicherheit des VSG Verbundsicherheitsglases sowie das Resttragverhalten nach Glasbruch. Die Norm, die auf den früher geltenden Regeln der TRAV (Technische Regeln für absturzsichernde Verglasungen) aufsetzt, unterscheidet die drei Kategorien A (die Verglasung bietet alleinigen Schutz gegen Absturz), B (zusätzlich ist ein durchgehender Holm vorhanden) und C (die Verglasung hat lediglich ausfachende Funktion). 


Bauen ohne Barrieren

Automatisch öffnende Türen, schwellenlose Durchgänge, tageslichthelle Räume: Barrierefreies Bauen hat viele Aspekte. Sie alle zielen darauf ab, dass Menschen aller Altersgruppen ihre Wohnungen, Häuser und öffentliche Orte ohne fremde Hilfe und ohne jegliche Einschränkung nutzen können. Viele Menschen denken, dass barrierefreies Bauen auch Rollstuhlfahrer einbezieht – das ist aber nicht grundsätzlich der Fall. Für zusätzliche Verwirrung sorgen beschönigende Begriffe wie barrierereduziert, schwellenarm oder seniorengerecht; sie tauchen vor allem in gewerblichen Wohnungsinseraten auf. Massgeblich ist jedoch die Definition per Norm, und die macht einen Unterschied zwischen «barrierefrei» und «rollstuhlgerecht».

Barrierefreie Türschwellen

Jansen erfüllt die Anforderungen der DIN 18040 mit Türsystemen, die ohne Schwelle auskommen. Entweder mittels Senkdichtung oder mittels Senkdichtung mit Halbrundschwelle; diese ist maximal 20 Millimeter hoch und selbst mit kleinen Rollen leicht zu überwinden – ganz gleich ob von einem Rutschauto oder einem Rollator.


Fluchtwege und Rettungswege

Immer wieder werden die Begriffe „Fluchtweg“ und „Rettungsweg“ synonym verwendet; manchmal sogar als „Flucht- und Rettungsweg“ zusammengefasst. Der Unterschied liegt in der Nutzung: Ein Rettungsweg soll es den Rettungskräften ermöglichen, Personen aus einer Gefahrenlage zu befreien. Über einen Fluchtweg sollen Nutzer sich selbst in Sicherheit bringen können. Bei Flucht- und Rettungswegen handelt es sich also um Verkehrswege, an die besondere Anforderungen gestellt werden. Insbesondere muss im Falle eines Brandes die Ausbreitung von Rauch und Flammen verhindert werden. Dicht schliessende Brand- und Rauchschutztüren aus Stahlprofilsystemen schützen zuverlässig vor dem Durchgang von Flammen und Rauch. Verglaste Brand- und Rauchschutztüren ermöglichen zudem den Durchblick und damit die schnelle Orientierung im Raum.

Notausgangstüren und Paniktüren

Türen im Verlauf von Fluchtwegen können gemäss DIN EN 179 als Notausgangstüren oder gemäss DIN EN 1125 als Paniktüren ausgebildet werden. Entscheidende Kriterien zur Beurteilung sind die Anzahl der zeitgleich im Gebäude befindlichen Personen, die Länge der Rettungswege und die Wahrscheinlichkeit, mit der im Gefahrenfall unter den Nutzern Panik ausbrechen könnte.

Brandschutztüren und Rauchschutztüren

Neben den Anforderungen an Notausgangs- und Panikverschlüsse müssen Türen im Verlauf von Fluchtwegen meist auch Brand- und Rauchschutzanforderungen erfüllen oder aber einbruchsicher sein. Trotzdem sollen sie gestalterisch ansprechend sein und sich formschön in den Gesamtentwurf integrieren. Die Planung attraktiv gestalteter, sicherer Flucht- und Rettungswege mit Stahlprofilen ist eine komplexe Aufgabe, der Jansen sich tagtäglich stellt. Hierfür stehen zahlreiche geprüfte Systeme zur Verfügung, die hinsichtlich der Elementgrösse, Lichteinfall und Transparenz keine Wünsche offen lassen.

Differenzklimaverhalten

Das Differenzklimaverhalten beschreibt das Verformungsverhalten von Werkstoffen bei unterschiedlicher thermischer Belastung ihrer Flächen. Zunächst scheint das kein sicherheitsrelevantes Kriterium – und doch hat das Mass, in dem Fenster und Türen sich unter Wärme und/oder Feuchtigkeit verformen, ganz entscheidenden Einfluss auf ihre Funktionstüchtigkeit: Wenn Rahmen und Türblatt oder Fensterflügel sich verziehen, entstehen Fugen, durch die unbehagliche Kälte Einzug hält – es «zieht». Je nach Exposition des Bauteils kann die Temperaturdifferenz zwischen innen und aussen eklatant sein, was dafür anfällige Werkstoffe zum «Verziehen» bringt.

Ausgezeichnete Formbeständigkeit von Stahlprofilen

Die DIN EN 1121 definiert das Prüfverfahren für das Differenzklimaverhalten von Fenstern und Türen; klassifiziert wird es gemäss DIN EN 12219. Dort werden die Anforderungen an das Prüfklima in die Punkte a – e eingestuft; der Klasse d beispielsweise liegt bereits eine Temperaturdifferenz von 40 °C zugrunde. Türen der Klasse 3 (d) verformen sich jedoch selbst unter diesen extremen Bedingungen in Länge und Breite um maximal vier Millimeter. Jansen hat Türprofile im Programm, die bis Klasse 3 (e) geprüft sind: Diese Türen aus verwindungssteifen Stahlprofilsystemen halten einem Temperaturunterschied von bis zu 55 °C stand.