ETH Forschungsgebäude GLC

CH-Zürich

Doppelhautkonstruktion für die Glasfassade

Die gläserne Fassade besteht aus einer Doppelhautkonstruktion, kassettenartig zusammengefügten Glasbausteinelementen im Brüstungs- und Sturzbereich und einem Fensterband mit gestaffelten Lüftungsflügeln zum öffnen. Das Janisol Stahlprofilsystem in Form der verwendeten Janisol HI Fensterelemente sowie Janisol 2 EI30 Brandschutzschiebetüren decken die Anforderungen an die Gebäudehülle eines Forschungsgebäudes ab.

Gebäudehülle für hohe Standards

Der siebengeschossige Neubau soll die neue Schnittstelle zwischen Gesundheitswissenschaften und Technologie sein. Ein wichtiges Charakteristikum des Projektentwurfs von Boltshauser Architekten ist seine transparente Hülle, die sie selbst von einem „Haus aus Glas“ sprechen lässt. Um das „Glashaus“ technisch und ökologisch an die heutigen Ansprüche anzupassen, und dem Standard mehrerer Nachhaltigkeitslabels (Minergie ECO, DGNB/SGNI Gold, gutes Innenraumklima) wie auch dem Brandschutz gerecht zu werden, musste das Material neu gedacht werden.

Komplexe Anforderung an die Baulogistik

Die Tragkonstruktion des Gebäudes ist als Skelettbau aus Stahl und Stahlbeton konzipiert. So wurde auch die Tragkonstruktion der Fassade aus gekanteten Stahlblechen umgesetzt – in Form einer modularen Sonderkonstruktion von Aepli Metallbau. Sämtliche dieser Fassadenelemente wurden komplett im Werk zusammengebaut inklusive innerer Hülle, unter anderem da die beschränkten Zufahrtmöglichkeiten auf der Baustelle komplexe Anforderungen an die Baulogistik stellten. Speziell daran ist, dass eine objektspezifische Beschlagslösung entwickelt wurde, welche die Herausforderung übergrosser Flügel – mit je knapp 3 Metern Ausladung auf über 2 Metern Höhe und einem Gewicht von knapp 300 Kilogramm – dauerhaft meistert.

Wind-Wasser-Luft Prüfung im Jansen Technologie Center

Das Janisol Stahlprofilsystem in Form der verwendeten Janisol HI Fensterelemente deckt die speziellen Anforderungen an die Gebäudehülle eines Forschungsgebäudes. Die Sonderkonstruktionen wurden vorgängig im Jansen Technologie Center auf Wind-, Wasser-, und Luft-Dichtheit überprüft. Die modulare und belüftete Doppelhautfassade dient einerseits als Puffer gegenüber Wettereinflüssen, Klimaverhältnissen und Schallemissionen. Die Fenster ermöglichen die Wärmedämmung auf Minergie-Standard, was auf Isolierstegen aus glasfaserverstärktem Polyurethan basiert. Andererseits wird im Brandfall mit einer integrierten Janisol C4 Brandschutzklappe, die über einen Haftmagneten ausgelöst wird, ein Brandüberschlag innerhalb der Doppelhautfassade unterbunden.

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