Bau 30 Raumfabrik

DE-Karlsruhe

Äusserst filigrane Pfosten-Riegelfassade

Dieses Bürogebäude verspricht ein ganz besonderes Raumerlebnis. Die aufgeständerten Obergeschosse, die raumhohen Glasfassaden mit gerundeten Ecken und zwei Lichthöfe verleihen dem Bauwerk genau die Transparenz und Offenheit, die ein zeitgemässes Office ausmachen.

Inmitten dieses heterogenen baulichen Umfelds haben die Amsterdamer Architekten MVRDV das Werk 12 errichtet. Den „Wow“-Effekt hat das Gebäude zweifelsfrei auf seiner Seite. Anspruch der Architekten war es, die Stahl-Glas-Konstruktion so reduziert wie möglich zu gestalten. Realisiert wurde sie als VISS Fassade in einer Ansichtsbreite von nur 50 Millimetern und zwei unterschiedlichen Bautiefen: In einem umlaufenden Rahmen von 120 Millimetern Tiefe sitzen zwei Pfosten und, auf der Höhe von drei Metern, ein Riegel, die jeweils nur 95 Millimeter tief sind. Als wäre es nicht schon schwierig genug, die unterschiedlichen Bautiefen zu einem Fassadenelement zu verbinden, musste in bestimmten Bereichen die zusätzliche Belastung der Betonkonstruktion durch die Kaskadentreppe berücksichtigt werden. In diesen Bereichen werden die auf die Stahl-Glasfassade auftreffenden Lasten über den Querriegel seitlich in die Betonkonstruktion abgetragen – ein statischer Ansatz, wie er nur mit Stahlprofilen möglich ist: Die derart belasteten Riegel wurden mit einem innenliegenden Flachstahl ertüchtigt, ohne dass man aussen etwas davon sieht.

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