Kaufleute










Berufsbeschreibung
Kaufleute lernen den richtigen Umgang mit Kundentelefonaten, erstellen Offerten, erfassen Bestellungen und schreiben selbstständig oder gemäss Vorlage Briefe. Dabei lernen sie das Benutzen der verschiedenen PC-Programme wie Word, Excel oder Outlook. Nur die schulische Ausbildung ist je nach Profil anders. Die betrieblichen Aufgaben sind bei allen drei Profilen gleich.


Berufsanforderungen und Voraussetzungen
Es gibt drei Ausbildungsprofile: B-Profil = Basisprofil, E-Profil = Erweiterte Grundausbildung und M-Profil = mit integrierter Berufsmaturität.

B-Profil (Schwerpunkt im Lernbereich "Information, Kommunikation, Administration")

Sekundar- oder sehr guter Realabschluss in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik.

  • Freude an administrativen Arbeiten
  • Interesse an Tätigkeiten mit mehrheitlich ausführender Selbstständigkeit
  • Bereitschaft zur Teamarbeit
  • Interesse, in der deutschen Sprache zu kommunizieren

E-Profil (Schwerpunkt im Lernbereich "Wirtschaft und Gesellschaft")
Guter bis sehr guter Sekundarabschluss in den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik.

  • Bereitschaft zur Kommunikation in Deutsch und in zwei Fremdsprachen
  • Eigeninitiative
  • Freude an komplexen Aufgaben: analytische Fähigkeiten
  • Bereitschaft, Aufgaben mit einem hohen Grad von Selbstständigkeit auszuführen


M-Profil (zusätzlich Berufsmittelschule)
Sehr guter Sekundarabschluss und bestandene Aufnahmeprüfung. Ansonsten wie bei E-Profil


Ausbildung

Lehrdauer 3 Jahre
Schule Kaufmännische Berufsschule Altstätten
Fächer Deutsch, Korrespondenz, Betriebs- u. Rechtskunde, Rechnungswesen, Staatskunde, Textverarbeitung / Bürokommunikation, Informatik, Information / Kommunikation / Administration, Wirtschaft u. Gesellschaft
B-Profil (zusätzlich) Englisch
E-Profil (zusätzlich) Englisch, Französisch, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeographie
M-Profil Englisch, Französisch, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeographie, Geschichte, Kunst- u. Kulturgeschichte, Biologie, Chemie
Basiskurs In den ersten 7 Wochen im 1. Lehrjahr haben die Lehrlinge 3 Tage Schule (statt 2). Im Basiskurs werden die Lernenden mit grundsätzlichen Arbeits- und Kommunikationstechniken vertraut gemacht. Das Ziel ist, dass die Lernenden nach dem Kurs im Betrieb kleinere Arbeiten selbständig erledigen können.
Ausbildungseinheiten
(AE)
Ausbildungseinheiten organisiert die Schule als Teil des Unterrichts. Während 10 bis 20 Lektionen bearbeiten die Lernenden eine Aufgabe zu einem interdisziplinären Thema oder zu einem betrieblichen Ablauf. AE dienen der Förderung der Sozial- und Methodenkompetenzen, d. h. Fähigkeit mit Menschen im Alltag und im Beruf umzugehen und Beherrschung selbstständiges Wissen anzueignen. Die Lehrlinge absolvieren mindestens 3 Ausbildungseinheiten während der Lehre. Alle Noten der durchgeführten AE zählen für den schulischen Teil der LAP.
Überbetrieblicher Kurs (ÜK) Es gibt 4 Kurse in den 3 Jahren (im 1. zwei). Sie unterstützen die betriebliche Ausbildung, kontrollieren den Lernfortschritt sowie die Durchführung der Prozesseinheiten.
Arbeits- und Lernsituation (ALS) Arbeits- und Lernsituationen: 6x beurteilen die Berufsausbildner die Leistung und das Verhalten der Lehrlinge.
Prozesseinheiten
(PE)
Es gibt 3 Prozesseinheiten im Betrieb. Der Lehrling bekommt eine Aufgabe vom Betrieb, die er von A-Z durchführen und beschreiben muss.
Standortbestimmung Nach dem 1. Lehrjahr werden in einer Standortbestimmung die Leistungen in Betrieb und Schule beurteilt. Je nach Ergebnis kann ein Wechsel des Ausbildungsprofils oder eine Neuorientierung vorgenommen werden.


Arbeitsumgebung
In jeder Abteilung erhält der Lehrling seinen eigenen Arbeitsplatz. Dazu gehört ein Schreibtisch, PC, Telefon, Büromaterial und sonstige Dinge, die man zum Arbeiten benötigt.


Spezielles bei der Firma Jansen AG
  • Die Abteilungen werden jedes halbe Jahr gewechselt; so bekommt man Einblicke in die verschiedensten Arbeiten, wie Spedition, Buchhaltung, Einkauf, Produktionsplanung, Verkaufsabteilungen, etc.
  • Interne Branchenkunde



Berufliche Perspektiven

  • Nachholung des M-Profils
  • Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet z.B. Buchhalter, Einkäufer, Verkaufsleiter, Marketingleiter, etc.
  • Besuch einer Fachhochschule